Kurs: Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

 

 

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

 

Zielgruppe:

Prozessverantwortliche, Geschäftsprozessmodellierer, Business Analysten, Projektmanager, Systemdesigner

 

Kursart:

Offenes Training, Deutsch, 3-Tages-Kurs

 

Kursinhalt:

Geschäftsprozesse sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Eine einseitige Betrachtung von Geschäftsprozessen bringt aber selten den erwünschten Erfolg. Geschäftsprozessmodelle müssen daher als Bestandteil des Unternehmensmodells betrachtet werden. Der Kurs führt in wichtige Standards der Unternehmensmodellierung ein - von BPMN und UML bis SBVR. An Beispielen werden Darstellungsmittel und Arbeitstechniken für die Modellierung besprochen.



Termine, Preise und Buchungsmöglichkeit finden Sie hier.

 

 

Kursübersicht:

Für viele Unternehmen sind „gute“ Geschäftsprozesse ein essentieller Erfolgsfaktor. Prozessmodelle sind Grundlage für das Verstehen, Analysieren, Optimieren oder eben „nur“ für die Kommunikation von Geschäftsprozessen. Der OMG-Standard „Business Process Model and Notation“  (BPMN) ist der verbreitete und akzeptierte Standard für die Geschäftsprozessmodellierung. Eine isolierte Betrachtung der Geschäftsprozesse ist selten erfolgreich. Prozessmodelle nutzen andere Artefakte, wie das Glossar oder das Regelmodell, und referenzieren andere Sichten. Das Prozessmodell wird in ein Unternehmensmodell eingeordnet. Die Sichten eines Unternehmensmodells werden eingeführt und die Verbindung der einzelnen Sichten besprochen.

 

Der Kurs bespricht die Grundlagen der Unternehmensmodellierung und bietet praktische Einsichten. Teilnehmer erhalten einen Einstieg in das Thema "Unternehmensmodellierung" und können die Konzepte auf eigene Problemstellungen anwenden.  Beispiele untersetzen das vermittelte Wissen, Teilnehmer können eigene Beispiel einbringen. Ziel ist eine praxisnahe Wissensvermittlung. 
 

Kursinhalt:

Teil I: Standards für die Unternehmensmodellierung

 

Die Object Management Group hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Standards für die Unternehmensmodellierung hervorgebracht. Wir stellen die wichtigen Notation vor und erklären Möglichkeiten des Einsatzes. Neben den OMG-Standards benötigen wir weitere Beschreibungsmittel für verschiedene Aspekte unseres Unternehmensmodells. 

Eine Einführung in das Zachman Framework skizziert die Zusammenhänge zwischen Prozessmodellen und anderen Ergebnissen in einem Unternehmensmodell.


Inhalt:

 

1. Aktuelle Standards für die Unternehmensmodellierung

a. Übersicht über aktuelle OMG-Standards - BPMN, SBVR, UML, SysML, BMM
b. Was fehlt in den aktuellen Standards?
c. Was benötigen wir für ein fundiertes Unternehmensmodell? 
d. Andere Standards - IDEF

2. Einführung in das „Zachman Framework for Enterprise Architecture“

a. Persepktiven und Sichten im Zachman-Framework
b. Artefakte im Zachman-Framework
c. "View Alignment" - Wie die Sichten verbunden sind

 

Zachman-Framework for Enterprise Architecture



Teil II: Motivation und Vokabular als Grundlage eines Unternehmensmodells

Unser Ansatz ist ein prozessorientierter Ansatz. Bevor wir aber Geschäftsprozesse betrachten, benötigen wir Klarheit über die Ziele des Unternehmens und ein einheitliches Vokabular.

Wir betrachten die Elemente des Standards "Business Motivation Model", um die Ziele und Möglichkeiten für unser Unternehmen zu beschreiben.

Glossar und Faktenmodell sind Grundlage eines strukturierten Geschäftsvokabulars. Beispiele verdeutlichen die Probleme beim Aufbau eines Vokabulars

 

Inhalt:

 

1. Was treibt ein Unternehmen? Eine Einführung in das Business Motivation Model

a. "Ends" - Vision, Zielstellungen, Ziele
b. "Means" - Mission, Strategie, Taktik, Unternehmensrichtlinien und Geschäftsregeln
c. Einflussfaktoren und Bewertungen

2. Aufbau eines Vokabulars - Einführung in SBVR - Teil 1

a. Bestandteile eines Vokabulars - Begriffe, Konzepte und Fakten 
b. Was ist eine gute Begriffsdefinition?
c. Fakttypen und Fakten - Darstellung eines Faktenmodells
d. Communities

 

 

 

Teil III: Geschäftsprozessmodelle

 

Geschäftsprozesse sind wichtiges Element im Unternehmensmodell. Wir diskutieren den Begriff "Geschäftsprozess" und definieren die Eigenschaften eines Prozessmodells.

Welche Beschreibungsmittel benötigen wir für die Modellierung von Geschäftsprozessen? Dieser Kursteil führt in den OMG-Standard BPMN ein und diskutiert die Elemente, die zur Beschreibung eines Geschäftsprozesses auf der fachlichen Ebene benötigt werden. Grundlage ist das im ersten Teil entwickelte Prozessverständnis. Die Implementation eines Geschäftsprozesses in einer Workflow-Engine wird nicht betrachtet.

 

Inhalt:

 

1. Was ist ein Geschäftsprozess?

a. Definition Geschäftsprozess
b. Produktionsprozesse versus Serviceprozesse
c. Sichten auf einen Geschäftsprozess - Ablauf, Kommunikation, Prozessanalyse

 

1. Business Process Model and Notation (BPMN)

a. Übersicht
b. Elemente der BPMN

 

2. Elemente eines Geschäftsprozessmodells und BPMN

a. Pool und Lane
b. Events
c. Aktivitäten – Tasks und Subprocesses
d. Sequence Flow und Gateways
e. Message Flow und Data Objects

2. Geschäftsaktivitäten detaillieren

a. Story Boards
b. IDEF und das IGOE-Konzept

Geschäftsprozessmodellierung mit BPMN










 

 

 

Teil IV: Geschäftsregeln im Unternehmensmodell - Einführung in SBVR Teil 2

 

Geschäftsregeln bauen auf den Unternehmensrichtlinien auf und definieren gewolltes Verhalten in einem Unternehmen. Geschäftsregeln sind allgegenwärtig - sie definieren, wie Geschäftsaktivitäten ausgeführt werden sollen und schränken Freiheitsgrade ein.

Im Kurs wird der RuleSpeak-Ansatz zur Darstellung von Geschäftsregeln in deutscher Sprache dargestellt. Der Ansatz gestattet eine "Normalisierung" der Regelausdrücke, die eine Überprüfung auf Konsistenz erlaubt. Zugleich bleiben die Geschäftsregeln für den Fachanwender verständlich.

Die explizite Betrachtung von Geschäftsregeln gestattet die Verinfachung von Prozess- und anderen Modellen.

 

Inhalt:

 

1. Was sind Geschäftsregeln? 

a. Geschäftsregeln 
b. Empfehlungen

2. RuleSpeak - Geschäftsregeln in deutscher Sprache darstellen

3. Geschäftsregeln und Geschäftsprozessmodelle

a. Operative Regeln und Geschäftsaktivitäten
b. Geschäftsregeln und andere Modelle 

 

 

Teil V: Wie wird ein Unternehmensmodell entwickelt? - Arbeitstechniken für die Unternehmensmodellierung

 

Oft beginnen Anwender Modelle in einer intuitiven Art und Weise zu entwickeln. Nach einiger Zeit werden die Modelle aber sehr kompliziert, nicht verwaltbar und vor allem nicht pflegbar. Um diese Fallstricke zu vermeiden, muss ein systematischer Ansatz für die Prozessmodellierung verfolgt werden. Das muss keineswegs kompliziert sein.

 

Dieser Teil des Kurses bespricht Arbeitstechniken für die Unternehmensmodellierung und zeigt Möglichkeiten der Werkzeugunterstützung auf.

 

Inhalt:

 

1. Organisation eines Modellierungsprojektes

a. Abgrenzung und Definition des Projektumfangs 
b. SWOT-Analyse

2. Ein Vokabular entwickeln

a. Textuelle Analyse - Teil 1
b. Glossar und Faktenmodell entwickeln

3. BPMN anwenden

a. Erstellen eines einfachen Prozessmodells
b. BPMN Support in Visual Paradigm

4. Warum scheitern Projekte zur Geschäftsprozessmodellierung?

5. Prozessdekomposition und Komposition von Prozessen

a. Top-Down-Entwicklung eines Prozessmodells:Makro-Prozess Level, Subprozess Level, Tasklevel
b. Visual Paradigm Support für die Prozessdekomposition
c. Textuelle Analyse für die Prozessmodellierung
c. Muster in einem Prozessmodell finden – Komposition von Prozessen
d. Visual Paradigm Support für die Komposition von Prozessen

6. Geschäftsregeln erfassen und Verwalten

a. Geschäftsregeln erfassen 
b. Geschäftsregeln systematisieren
c. Geschäftsregeln mit RuleXpress verwalten - Qualitätssicherung von Geschäftsregeln

7. "View Alignment" in Unternehmensmodellen

a. Welche Modelle sind verknüpft? Welche Modellelemente sind verknüpft?
b. Welche Auswirkungen hat eine Änderung? - Impact Analyse 

 

 

Faktenmodell als Teil eines Unternehmensmodells














 

 

 

Teil VI: Ausblick

 

Modelle müssen gepflegt werden. Neben den besprochenen Themen existieren weitere Artefakte, die bestimmte Sichten auf ein Unternehmen beschreiben. Der abschließende Teil diskutiert diese Aspekte.

 

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

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