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Unternehmensmodellierung von A bis Z - Unternehmensmodelle darstellen

Unternehmensarchitektur und Standardnotationen anwenden

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

 

 

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden



 

Zielgruppe:

Prozessverantwortliche, Geschäftsprozessmodellierer, Business Analysten, Projektmanager, Architekten

Kursart:

Offenes Training, Deutsch, 2-Tage

 

Inhalt:

Geschäftsprozesse sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Eine einseitige Betrachtung von Geschäftsprozessen bringt aber selten den erwünschten Erfolg. Geschäftsprozessmodelle müssen daher als Bestandteil des Unternehmensmodells betrachtet werden. Der Kurs führt in wichtige Standards der Unternehmensmodellierung ein - von BPMN und UML bis SBVR, BMM und Decision Model. An Beispielen werden Darstellungsmittel für die Modellierung besprochen. Das Thema "Unternehmensarchitektur" als Mittel zur Strukturierung und Organisation der verschiedenen Modelle rundet den Workshop ab.



Termine, Preise und Buchungsmöglichkeit finden Sie hier.

 

Der Kurs zum Buch "Unternehmensmodellierung für die Praxis"!

 

Übersicht: Unternehmensmodelle von A wie Anforderung bis Z wie Zachman - Unternehmensmodelle darstellen

Für viele Unternehmen sind „gute“ Geschäftsprozesse ein essentieller Erfolgsfaktor. Prozessmodelle sind Grundlage für das Verstehen, Analysieren, Optimieren oder eben „nur“ für die Kommunikation von Geschäftsprozessen. Der OMG-Standard „Business Process Model and Notation“  (BPMN) ist der verbreitete und akzeptierte Standard für die Geschäftsprozessmodellierung. Eine isolierte Betrachtung der Geschäftsprozesse ist selten erfolgreich. Prozessmodelle nutzen andere Artefakte, wie das Glossar oder das Regelmodell, und referenzieren andere Sichten. Das Prozessmodell wird in ein Unternehmensmodell eingeordnet. Die Sichten eines Unternehmensmodells werden eingeführt und die Verbindung der einzelnen Sichten besprochen.

 

Der Kurs bespricht die Darstellung von Unternehmensmodellien und bietet praktische Einsichten. Teilnehmer erhalten einen Einstieg in das Thema "Unternehmensmodelle" und können die Konzepte auf eigene Problemstellungen anwenden. Beispiele untersetzen das vermittelte Wissen, Teilnehmer können eigene Beispiel einbringen. Ziel ist eine praxisnahe Wissensvermittlung.



Kursinhalt:

I: Standards für Unternehmensmodelle

 

Die Object Management Group hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Standards für die Unternehmensmodellierung hervorgebracht. Wir stellen die wichtigen Notation vor und erklären Möglichkeiten des Einsatzes. Neben den OMG-Standards benötigen wir weitere Beschreibungsmittel für verschiedene Aspekte unseres Unternehmensmodells.

Eine Einführung in das Zachman Framework skizziert die Zusammenhänge zwischen Prozessmodellen und anderen Ergebnissen in einem Unternehmensmodell.

 

 

1. Aktuelle Standards für die Unternehmensmodellierung

a. Übersicht über aktuelle OMG-Standards - BPMN, SBVR, UML, SysML, BMM, ...
b. Was fehlt in den aktuellen Standards?
c. Was benötigen wir für ein fundiertes Unternehmensmodell? 
d. Andere Standards - IDEF

2. Unternehmensarchitektur und Einführung in das „Zachman Framework for Enterprise Architecture“

a. Was ist Unternehmensarchitektur?
b. Perspektiven und Sichten im Zachman-Framework
c. Artefakte im Zachman-Framework
d. "View Alignment" - Wie die Sichten verbunden sind

 

II: Motivation und Vokabular als Grundlage eines Unternehmensmodells

Unser Ansatz ist ein prozessorientierter Ansatz. Bevor wir aber Geschäftsprozesse betrachten, benötigen wir Klarheit über die Ziele des Unternehmens und ein einheitliches Vokabular.

Wir betrachten die Elemente des Standards "Business Motivation Model", um die Ziele und Möglichkeiten für unser Unternehmen zu beschreiben.

Glossar und Faktenmodell sind Grundlage eines strukturierten Geschäftsvokabulars. Beispiele verdeutlichen die Probleme beim Aufbau eines Vokabulars

 

1. Was treibt ein Unternehmen? Eine Einführung in das Business Motivation Model

a. "Ends" - Vision, Zielstellungen, Ziele
b. "Means" - Mission, Strategie, Taktik, Unternehmensrichtlinien und Geschäftsregeln
c. Einflussfaktoren und Bewertungen

2. Aufbau eines Vokabulars - Einführung in SBVR - Teil 1

a. Bestandteile eines Vokabulars - Begriffe, Konzepte und Fakten 
b. Was ist eine gute Begriffsdefinition?
c. Fakttypen und Fakten - Darstellung eines Faktenmodells
d. Communities

 

III: Geschäftsprozessmodelle

 

Geschäftsprozesse sind wichtiges Element im Unternehmensmodell. Wir diskutieren den Begriff "Geschäftsprozess" und definieren die Eigenschaften eines Prozessmodells.

Welche Beschreibungsmittel benötigen wir für die Modellierung von Geschäftsprozessen? Dieser Kursteil führt in den OMG-Standard BPMN ein und diskutiert die Elemente, die zur Beschreibung eines Geschäftsprozesses auf der fachlichen Ebene benötigt werden. Grundlage ist das im ersten Teil entwickelte Prozessverständnis. Die Implementation eines Geschäftsprozesses in einer Workflow-Engine wird nicht betrachtet.

 

1. Was ist ein Geschäftsprozess?

a. Definition Geschäftsprozess
b. Produktionsprozesse versus Serviceprozesse
c. Sichten auf einen Geschäftsprozess - Ablauf, Kommunikation, Prozessanalyse
d. Geschäftsprozessmanagement oder Case Management?

2. Business Process Model and Notation (BPMN)

a. Übersicht
b. Elemente der BPMN

3. Elemente eines Geschäftsprozessmodells und BPMN

a. Prozessteilnehmer - Pool und Lane
b. Geschäftsereignisse - Events
c. Aktivitäten – Tasks und Subprocesses
d. Prozessablauf und Szenarien - Sequence Flow und Gateways
e. Message Flow und Data Objects

4. Geschäftsaktivitäten detaillieren

a. Story Boards
b. IDEF und das IGOE-Konzept

5. Kommunikation zwischen Prozessteilnehmern

a. Choreography und Conversation Diagram
b. Andere Ansätze

 

IV: Geschäftsregeln und Geschäftslogik im Unternehmensmodell - SBVR, DMN und The Decision Model

 

Geschäftsregeln bauen auf den Unternehmensrichtlinien auf und definieren gewolltes Verhalten in einem Unternehmen. Geschäftsregeln sind allgegenwärtig - sie definieren, wie Geschäftsaktivitäten ausgeführt werden sollen und schränken Freiheitsgrade ein.

Im Kurs wird der RuleSpeak-Ansatz zur Darstellung von Geschäftsregeln in deutscher Sprache dargestellt. Der Ansatz gestattet eine "Normalisierung" der Regelausdrücke, die eine Überprüfung auf Konsistenz erlaubt. Zugleich bleiben die Geschäftsregeln für den Fachanwender verständlich.

Entscheidungen (Business Decisions) sind eine wichtige Teilmenge der Geschäftsregeln. Wir stellen den kommenden Standard DMN (Decision Model and Notation) und den Ansatz "The Decision Model" vor und vergleichen diese Ansätze.

Die explizite Betrachtung von Geschäftsregeln gestattet die Verinfachung von Prozess- und anderen Modellen.

 

1. Was sind Geschäftsregeln (SBVR)?

a. Geschäftsregeln 
b. Empfehlungen

2. RuleSpeak - Geschäftsregeln in deutscher Sprache darstellen

3. The Decision Model - Geschäftslogik darstellen

a. Business Decisions
b. Entscheidungsmodelle darstellen
c. Regelfamilien analysieren

 4. Decision Model and Notation

a. Weitere Formen der Darstellung von
b. IDEF und das IGOE-Konzept

 

V: Fachliche Anforderungen

 

Anforderungen werden oft nur für die Systementwicklung betrachtet. Aber neben den Systemanforderungen existieren Fachliche Anforderungen, die für die Gestaltung und Analyse von Geschäftsprozessen, Geschäftsregeln und anderen Inhalten zu berücksichtigen sind.

 

1. Was sind Anforderungen?

a. Fachliche Anforderungen vs. Systemanforderungen
b. Anforderungen und Change Management

2. Fachliche Anforderungen darstellen

a. Textuelle Beschreibung von Anforderungen
b. Das Requirements Diagram (SysML)
c. Anforderungen verknüpfen

 

VI: Ausblick - Von der Darstellung zur Methode

 

Wenn wir wissen, welche Inhalte wir darstellen wollen und welche Mittel wir dafür einsetzen wollen, fängt die eigentliche Arbeit erst an. Wie können wir die Inhalte systematisch und planbar erstellen? Welche Arbeitstechniken existieren? Diese Fragen werden im zweiten Teil der Kursreihe besprochen.

 

Unternehmensmodellierung - Standards, Arbeitstechniken, Methoden

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